Seesterne

Urlaubsglücksmoment

Bereits 2007 haben Wissenschaftler für den TUI Konzern eine Studie erstellt mit dem Titel: „Was Touristen glücklich macht”. Und hierbei eine Erkenntnis gewonnen, die für Reiseveranstalter zu sehr schmerzlichen Ergebnissen kam:Nur 12% aller Urlaubsglücksmomente gehen auf das Konto von Hotel und Service. Dafür berichteten die befragten Personen geradezu euphorisch von der Landschaft und der Natur. Mit der Familie oder Freunden am Strand stehen und die Weite des Meeres erleben.

Sehnsuchtsort Meer

Das Meer ist einer der größten Sehnsuchtsorte der Menschheit. Die Sicht frei bis zum Horizont, lässt uns das Meer gleichzeitig winzig klein aber trotzdem erhaben fühlen. Meeresrauschen klingt wie Musik in unseren Ohren und das erklärt, weshalb Lärm nicht gleich Lärm ist. Denn auch bei starker Brandung, wenn das Meer lauter ist als ein Großraumbüro, sorgt dieser Klang für Entspannung und wenn wir auf die See schauen, blicken wir tief in unsere Seele hinein. Ist die Sicht frei bis zum Horizont, glitzert die Sonne auf dem Wasser und ziehen weiße Wolken über den blauen Himmel, befinden wir uns in einer Gegenwelt zum oft stressigen Alltag. An der See können wir unsere Gedanken abstreifen und ohne uns zu langweilen, erfasst uns oft eine unglaubliche Demut und Leichtigkeit.

Das letzte Paradies auf Erden

Das Meer ist das letzte Paradies auf Erden. Unverbaubar und die Energiequelle jeglichen Lebens. Dabei ist es doch eigentlich nur Wasser. Vielleicht gehen wir deshalb so unbedacht mit den dunklen Weiten der Ozeane um. Entsorgen unseren Müll, leiten unsere Gülle ein, bauen Windparks auf die offene See, um nur einige Beispiele zu nennen. Auch wenn die Menschheit inzwischen bis zum Mars und weiter fliegen kann. Im Meer gibt es immer noch unerforschte Gebiete und obwohl wir viel wissen, wissen wir eigentlich nichts über das fragile Ökosystem, die unendlichen Weiten und die für uns so lebenswichtigen Zusammenhänge aus fressen und gefressen werden im dunklen Paradies.

Für diesen einen Seestern bist Du der Unterschied

Und dann, wie im letzten Winter geschehen, werden nach den Stürmen Tausende von Seesternen an die Strände Ostholsteins gespült. Als wären sie vom Himmel gefallen. Wunderschön und bizarr zugleich. Seesterne verzücken und man findet sie häufig als verstaubtes Souvenir in Wohnzimmervitrinen oder als begehrte Handelsware in Geflügelfutter oder Düngemitteln.

Wirf den Seestern schnell wieder ins Wasser

Niemand käme auf die Idee, herbeizueilen und diese wundersamen Geschöpfe schnell wieder ins Wasser zu werfen. Was auch wenig Sinn hätte, denn bei diesen Temperaturen sterben sie innerhalb weniger Minuten, nachdem sie an den Strand gespült wurden. Stattdessen fotografieren wir ihren Todeskampf, posten ihn auf Facebook, ohne zu wissen, mit wem wir es hier eigentlich zu tun haben.

Ein Geschöpf ohne Hirn und Herz

 Dafür mit Armen, Füssen, Mund und Lichtsinneszellen, die es ihnen erlauben, ihre Umgebung durch Helligkeitsunterschiede wahrzunehmen. Und die in der Ostsee zum gefährlichen Räuber der Miesmuschelbänke unterhalb der Niedrigwasserlinie gehören. Während sie in der Nordsee mit ihren Gezeiten eher selbst zum Opfer durch Möwen und Seemöwen werden. Der in unseren Regionen sogenannte „Gemeine Seestern“ kommt in allen europäischen Meeren vor, außer dem Mittelmeer. In der Ostsee ist er allerdings nur im westlichen Teil zu finden, denn er bevorzugt Seewasser mit einem Salzgehalt von 0,8 Prozent. Und selbst wenn auf Rügen der ein oder andere Seestern gesichtet wird, ist er dort nicht fortpflanzungsfähig. Ebenso setzt ihm ein hoher CO2 Gehalt zu und in Süßwasser würde er einfach platzen.

Nichts ist selbsverständlich

Wann immer man also den Blick über die Weiten des Meeres schweifen lässt, sich klein und zugleich erhaben fühlt. Nichts ist selbstverständlich. Nicht die Sterne am Himmel und nicht die in der See. Vor uns liegt ein Paradies voller Leben. Und vielleicht sogar das letzte Paradies dieser Erde.

Entdecke die Insel Fehmarn

Nirgends ist man sich selbst so nah wie auf Fehmarn. Entdecke die Natürlichkeit der Insel.

Insel Fehmarn